Steige ich hinauf in den Himmel

_DSC1232

Wenn der Sommer vor der Tür steht sind damit verbunden Ferien, Urlaub, Reisen und ganz bestimmt auch der ein oder andere Flug. Wenn Du Dir an Bord die Zeit vertreiben willst, aufgeregt und voll Vorfreude bist oder vielleicht gar Unbehagen oder Angst verspürst, kannst Du während des Fluges ganz bewusst den Psalm 139 erleben.

„Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir.“

Sobald das Flugzeug abhebt – dieser Moment, wenn die Tragflächen anfangen, Auftrieb zu produzieren und sich das Flugzeug mit einem sanften Vibrieren vom Boden löst – wird es umgeben von strömender Luft, die Du hören kannst und die Du fühlst: egal, ob das Flugzeug dahingleitet oder durch Turbulenzen fliegt, immer wird es von der umgebenen Luftströmung sicher getragen.
Auch Gott umgibt Dich und trägt Dich zu jeder Zeit auf Deiner Reise durch das Leben und genauso leicht, wie Du Dich den Piloten auf einer Flugreise anvertrauen kannst, darfst Du Dich Gott anvertrauen, der Dich sicher lenkt an Dein Ziel.

„Führe ich gen Himmel, so bist Du da.“

Gott ist da, das siehst Du an der wunderbar vielfältigen Schönheit des Himmels: Ob neckische Schäfchenwolken oder strahlend weiße Quellwolken vor einem intensiv blauen Himmel, Regenwolken in verschiedensten Grautönen oder schwarze Gewitterwolken mit gleißend hellen Blitzen, kräftig intensive oder zart pastellige Farben bei Morgenröte und Abenddämmerung – der Himmel ist voll von verschiedenen Formen und Farben und in jeder zeigt sich Gottes Anwesenheit und wie wunderbar Seine Werke sind.
Während eines Langstreckenfluges ganz besonders 
beeindruckend ist der Übergang von Nacht zu Tag, wenn die Erde noch von Finsternis bedeckt ist und Dir schwarz und dunkel erscheint, Du aber gleichzeitig in der Höhe schon das erste Leuchten des anbrechenden Tages erblicken kannst.
In diesem Moment darfst Du Gottes Anwesenheit ganz
intensiv spüren, denn dann „wäre auch Finsternis nicht finster … und die Nacht leuchtete wie der Tag“.

„Nähme ich die Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort Deine Hand mich führen und Deine Rechte mich halten.“

Gott ist aber nicht nur im Himmel da, Er begleitet Dich überallhin, das kannst Du an vielen Kleinigkeiten erkennen, für die Du nur offen zu sein brauchst: Ein gutes Gespräch mit einem netten Sitznachbarn, ein charmantes Lächeln oder Augenzwinkern. Vielleicht jemand, der für Dich übersetzt und Dir weiterhilft. Eine Urlaubsbekanntschaft, aus der sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Sogar ein verpasster Anschlussflug kann Dir ganz neue Eindrücke verschaffen und sich hinterher als Segen erweisen. Und immer fügt Gott alles zum Guten.

Du musst übrigens gar nicht weit reisen: jeder Blick in den Himmel, jedes geistige Aufsteigen erneuert das Versprechen, dass Du im Psalm 139 erfährst: Gott ist da.