Stable!

Durch Langzeitbelichtung wird auf diesem Foto die Dynamik im Endanflug sichtbar: Die Thermik, die das Flugzeug wie auf Wellen fliegen lässt, dazu der Seitenwind und wie er ausgeglichen wird.

Als Passagier in der Maschine oder als Beobachter am Flughafen scheinen Flugzeuge wie auf Schienen Richtung Landebahn zu gleiten. Dass dem nicht so ist, wird auf dem Foto sehr klar deutlich: Gerade bei Böen, starken Winden und Thermik haben die Piloten im Anflug viel zu tun, die Auswirkungen der Natureinflüsse auszugleichen. Dazu kommen die manuellen Flugfertigkeiten des Piloten. Abweichungen vom Flugprofil und Fluktuation der Geschwindigkeit sind die Regel. Abweichungen, die in gewissen Grenzen erlaubt sind.

Damit eine erfolgreiche Landung sichergestellt wird, wird den Piloten ein sogenanntes „stabilization gate“ vorgegeben, das von der Fluglinie ganz genau definiert wird. Meist handelt es sich dabei um eine Höhe von 1000′ über Grund, bei der sich alle wichtigen Parameter in vorgegebenen Limits befinden müssen. Sollte an diesem Gate ein Parameter nicht passen, wird der Anflug abgebrochen und durchgestartet.

Diese Parameter und die Limits werden ebenfalls vom Flugbetrieb festgelegt und beinhalten meist:

  • Das laterale und horizontale Anflugsprofil, bei dem die Abweichungen immer im Zusammhenag stehen mit der Art des Anfluges.
  • Die Fluggeschwindigkeit, bei der es größere Abweichungen nach oben und kleinere nach unten geben darf
  • Die Triebwerke dürfen sich nicht mehr im Leerlauf befinden
  • Die Konfiguration des Flugzeuges für die Landung – also das Ausfahren von Fahrwerk und Landeklappen – muss abgeschlossen sein
  • Alle Checklisten müssen gelesen und beendet sein

Somit werden die besten Voraussetzung für eine sichere Landung gewährleistet: Das Flugzeug befindet sich im optimalen Energiezustand für die Landung, die Piloten haben ausreichend Kapazitäten, um sich auf die Landung zu konzentrieren und die atmosphärischen Einflüsse auszugleichen.