Sterne aus Blech – Flugzeugbeleuchtung

Flugzeuge haben eine Vielzahl an Lichtern und Scheinwerfern für unterschiedliche Zwecke.
Auf dieser Langzeitbelichtung über 30 Sekunden zeigen sich die verschiedenen Lichtelemente und ihre Dynamik.

Der weiße Lichtstrahl in der Mitte des Bildes kommt von den Landescheinwerfern. Diese dienen besonders nachts dazu, die Landebahn auszuleuchten und den Piloten ausreichend Sicht zur Landung und zum Abbremsen zu verschaffen. Auch unter Tags werden sie eingeschaltet, um in der Luft (v.a. unter 10.000 Fuß, wenn man sich den verkehrsdichten Lufträumen um die Flughäfen nähert oder durch Lufträume fliegt, in denen auch Sportfluggerät unterwegs ist) und auf der Landebahn für anderen Verkehr gut sichtbar zu sein bzw. diesen anderen Verkehr selbst leichter identifizieren zu können.

Die rote und – etwas schwer zu erkennende – grüne Lichtlinie an den Rändern des Motivs sind die Positionslichter.
Davon gibt es drei: Ein rotes Licht über 110° an der linken Flügelspitze, ein grünes über 110° an der rechten Flügelspitze und ein weißes Licht über 140° am Heck.
Die Lichttechnik entstammt der Seefahrt und dient dazu, der Besatzung einen Eindruck über die Bewegungsrichtung des gesichteten Verkehrs zu geben: Sehe ich rechts von mir ein rotes oder links von mir ein grünes Licht, weiß ich, dass das Flugzeug meine Flugbahn kreuzen wird, andersherum natürlich, dass wir uns voneinander entfernen. Sehe ich ein weißes Positionslicht vor mir, so weiß ich, dass wir in dieselbe Richtung fliegen. 

Der periodisch auftretende rote Punkt in den weißen Landescheinwerferstrahlen kommt von den sog. anti-collision-lights. Das sind i.d.R je ein rotes Blinklicht auf Flugzeugrücken- und Bauch. Sie werden vor dem Start der Triebwerke an- und nach dem Abstellen der Motoren ausgeschaltet und dienen als Indikator an die Umgebung, v.a. an das Abfertigungspersonal an der Parkposition, dass Vorsicht geboten ist, weil die Piloten die Triebwerke starten wollen oder aber dass es sicher ist, an das Flugzeug heranzukommen, weil die Triebwerke still stehen.

Schließlich gibt es noch die hübschen sternförmigen Lichtpunkte – das sind die strobes, also stroboskopische Blitzlichter, die angeschaltet werden, bevor man auf die Startbahn aufrollt und wieder ausgeschaltet werden, sobald man die Landebahn verlassen hat; während des Fluges bleiben sie dauerhaft an. Diese starken Lichter dienen ebenfalls dazu, dass man von anderem Verkehr gesehen wird auf Landebahnen und in der Luft.